Deutsche Produzenten
Mosel
Weingut Schmitges, Erden
Ein engagiert arbeitendes Familienweingut an der Mittelmosel mit Lagenbesitz u.a. im Erdener Prälat,im Erdener Treppchen und Herrenberg. An einem Moselbogen erstreckt sich auf der Erden gegenüber liegenden Seite der Steilhang, innerhalb dessen das Trepchen und darin wiederum die "Edelparzelle" des Prälat emporsteigt. Hier gedeihen die besten Rieslinge, z.T. aus sehr alten, wurzelechten Reben. Die Basislagen sind überwiegend mit Rivaner bestockt, die steileren Schieferhänge mit Riesling. Nun ist auch noch eine Parzelle hinzugekommen, die mit Rotweinreben bestockt ist und schon beim Erstling einen stoffigen, schmackhaften Roten hervorgebracht hat. Im Keller arbeitet Andreas Schmitges zumindest beim Weißwein durchweg mit Edelstahl, geht somit keine Risiken ein und kann mit Zuverlässigkeit und Sauberkeit glänzen. Die Wege zwischen Rebhang und Keller sind extrem kurz, was der zügigen Verarbeitung des Lesegutes und damit der Qualität entgegenkommt. Der Keller ist modern und sehr zweckmäßig bestückt. Die Weine spiegeln Klarheit, Konsequenz und Bodentypizität wieder. Besonders gelungen ist auch das Flaschendesign. Schmitges Weine sind mittlerweile bekannt und beliebt und deshalb meistens lange vor der Füllung des jeweils nächsten Jahrgangs ausverkauft.

Blick von einer Steillage in Bernkastel-Kues auf das gegenüberliegende Ufer, an das sich 2 km flussabwärts die Erdener Lagen gegenüber der Wehlener Sonnenuhr anschließen.
| Weingut Philipps-Eckstein, Graach
Patrick Philipps und seine Frau Michaela sind noch recht jung und haben doch schon enorm viel erreicht: Im aktuellen DLG-Preisträgerverzeichnis von 2007 erscheinen sie unter den Top-100-Gütern mit 6 Weinen in der Gold- und Silber-Klasse und das bei nur 3,4 Hektar Rebfläche! Das ist umso erstaunlicher, als Patrick Philipps ein Quereinsteiger ist, der nicht auf eine allzulange Lern- und Probierzeit zurückblicken kann. Hier zeigt sich offensichtlich Lernfähigkeit und große Motivation und das ist ein Glücksfall, denn die Rebstöcke in der absoluten Spitzenlage Graacher Himmelreich haben einen solchen Menschen verdient. Er entlockt seinen z.T. sehr alten und wurzelechten Reben enorme Finesse und hat ein echtes Händchen dafür, den Weinausbau so anzulegen, dass die Weine nicht vordergründig-modern mit Primäraromen etc. daherkommen, sondern subtil und tief mit viel Spiel und Nachhaltigkeit. Im aktuellen Verzeichnis 2008 der DLG ist Patrick Philipps mit seiner Kollektion sogar Winzer des Jahres! Herzlichen Glückwunsch!
Weingut Carl Loewen Carl Loewen aus Leiwen ist ein interessanter Winzertyp: Man hat im Gespräch immer den Eindruck, einem aristokratischen, feinsinnigen und absolut korrekten Menschen gegenüberzustehen, dessen Freundlichkeit echt überzeugt. Und irgendwie spiegeln sich diese Charakterzüge auch in den Weinen Loewens wieder: schon beim ersten Probeschluck habe ich einen ähnlichen Eindruck von den Weinen. Einige präsentieren sich offen und zugänglich, aber nie belanglos oder oberflächlich, andere aristokratisch, tiefgründig, spannend. Man kann in Ihnen etwas entdecken, aber muss sich dafür nicht anstrengen! Hätte ich das Wort "Spaßwein" benutzt, wäre das zu einfach. Interessant ist der Versuch, solche Weinstöcke aus alten Beständen zu selektionieren, die über besonders kleine, goldgelbe Beeren mit hoher Reife verfügen, diese dann zu vermehren und daraus dann einen "Selektionsweinberg" anzulegen. Der Primus inter Pares ist hier sozusagen zum durchgängigen Prinzip erhoben!
Rheinhessen:
Weingut Manz
Als wir vor 7 Jahren unseren Weinhandel eröffneten, fanden wir im Weingut Manz unseren Partner der ersten Stunde. Damals hatte noch Erich Manz das Ruder in der Hand, und er hatte mit seiner ruhigen, gewissenhaften und absolut verlässlichen Art genau die Eigenschaften, die man sucht, wenn man einen Geschäftspartner für den Aufbau eines Unternehmens sucht. Damals wie heute fanden wir absolut saubere und modern gemachte Weine vor, von denen unsere Kunden immer wieder sagten: "Da schmeckt man den Unterschied zu den Supermarktweinen!" Dann kam mit Eric Manz zu den positiven Eigenschaften des Vaters noch der ambitionierte Wille des Youngsters hinzu, das Potential des Weingutes noch zu steigern und mit seiner zusätzlichen Arbeitskraft hat er das auch beeindruckend geschafft! Besonders im Rotweinbereich sind zu den leckeren Alltagsweinen noch beeindruckende Spitzengewächse hinzugekommen und die Rieslinge werden verstärkt terroirbetont behandelt. Das Gut zählt ohne Zweifel zu den Spitzenbtrieben in Deutschland und wartet immer wieder mit neuen Überraschungen auf! Es ist einer der zuverlässigsten Betriebe überhaupt!
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Eric Manz
Weingut Hiestand
Eine andere Weinstilistik pflegt das Weingut Hiestand: Hier betont man zum einen den weichen Charakter der Weine, den sie von den Guntersblumer Lagen beziehen, aber vor allem betreibt man hier - "wie schon immer" - die Spontangärung. Reinzuchthefen sind ein Segen, wenn man ganz bestimmte Fruchtaromen, dropsige Noten, Primäraromen usw. haben möchte. Aber sie haben zu einer "Uniformierung" des Weines geführt. Irgendwie schmecken sie alle gleich. Die "wilden" Hefen des Weinbergs (also die auf den Beeren sitzenden Hefepilzarten) sind aber auch imstande, den Wein zu vergären - sie haben's ja in biblischen Zeiten auch schon getan. Sie bergen aber Gefahren: Manche Heferassen erzeugen übelriechende, schleimige Moste, manche gären nicht voll durch. Man muss sich schon sehr gut mit ihnen auskennen und man muss die "Guten" im Weinberg haben. Und: Man darf sie nicht "totspritzen", bzw. muss rechtzeitig mit dem Spritzen aufhören, sonst gärt da nicht viel. Gunter Hiestand hat dieses Wissen von Vater und Großvater erhalten und so zieht sich ein eigener, angenehmer Stil durch seine Weine. Sie verfügen über eine gewisse Tiefgründigkeit und Subtilität, und das schon bei einfachen Literweinen oder in der Gutsweinlinie. Dabei sind sie gleichwohl absolut korrekt vinifiziert und sauber im Geschmack! Das verleiht den Weinen von Gunter Hiestand in unserem Sortiment etwas außergewöhnliches, da wir sonst doch eher die "glasklaren Fruchttypen" (bei den Weißen) anbieten. Lassen Sie sich mal auf die Weine ein, es lohnt sich! Gunter Hiestand und seine Rieslingreben in der Lage Kreuzkapelle Weingut Flick
In Bechtolsheim sind ja schon so einige der innovativsten rheinhessischen Weingüter zuhause, und es nimmt kein Ende. Das Gut mit dem sympathischen Namen "Winzerfamilie" Flick zeigt mit dem Einzug der jungen Leute einen rasanten Qualitätsanstieg. Hier wird nicht nur über reduzierte Erträge und damit auch höherere Reifegrade gearbeitet, sondern der junge Alexander Flick hat offenkundig begriffen, dass manchmal die schönste Finesse durch angemessene Erträge und eine gute Balance zwischen Ernährung, Wachstum und Ertrag die Möglichkeit eröffnet, feinere und weniger schwere Weine zu erzeugen. Sein Rheinhessen-Selections Riesling aus dem Gau-Odernheimer Petersberg mit der Bezeichnung "Hergottspfad" ist ein solcher Wein, der mit fester Mineralik und strahlendem Duft doch sehr leicht und beschwingt über die Zunge tanzt. Der Gault-Millau sieht das Gut als aufsteigenden Produzenten. Wir sehen in schon oben angekommen zumindest was die Qualität betrifft. Alexander Flick auf dem Petersberg. Direkt dahinter fällt der Hang in einem Winkel von über 30° steil ab. Auf dem Kalkmergel liegt eine angewehte Lössauflage. Der hier wachsende Riesling erreicht eine tolle Finesse, ebenso sind die Bedingungen für den Pinot sehr gut. An anderer Stelle (in Siefersheim) verfügt Flick auch über vulkanische Bodenformationen (Porphyr), die eine aromatischen, frischen Silvaner gedeihen lassen. Im unteren Bereich des Petersbergs finden sich auch tiefgründigere Lagen mit leicht tonig-lehmigen Lössanteil, wo die wüchsigeren Sorten eine hohe Laubwand entwickeln können und so gut ausreifen. Dort lässt sich Menge erzielen, die bei entsprechender Ausdünnung und dazu geeigneten Sorten wiederum gute "Ortsweine" ermöglichen. Im Petersberg findet sich kostbare Fauna: Schwalbenschwanzfalter. Hier der Selections-Hang (Riesling aus 17-jährigen Stöcken, Handlese, Ertragsreduktion).
Pfalz: Weingut Hensel Thomas Hensel ist ein Vertreter der neuen Winzergeneration: Ich kaufe schon seit ca. 20 Jahren Weine von Hensel, erst privat, dann geschäftlich. Als ich ihn damals kennenlernte, dachte ich (selbst noch einigermaßen jung): Donnerwetter! Wie kann so ein junger Kerl ein Weingut führen, eine Rebschule betreuen (damals hatten Hensels auch noch eine Rebzucht) und dann noch so tolle Weine machen? Wann immer ich auf dem Hof aufkreuzte, war immer Thomas Hensel zur Stelle und hatte mit seiner freundlich-lockeren Art ("Ja, hallihallooo!") alles im Griff ("Alles klaro!"), nicht anders auf der ProWein am Messestand, umlagert von zahllosen Persönlichkeiten aus der Wein- und Gastronomiebranche, und das verblüffende: Der Mensch wird überhaupt nicht älter! So etwas geht m.E. nur, wenn man seinen Beruf liebt oder ihn eben mit lockerer Hand ganz aus der Mitte seiner Persönlichkeit heraus lebt. Genug der Spekulation: Tatsache ist, dass es wenige Weine in unserem Sortiment gibt, die so lecker schmecken, und zwar in allen Preiskategorien. Der Spaß am Leben, den Thomas Hensel ausstrahlt, kommt in jeder Flasche Henselwein wieder zum Vorschein, so als hätte er allen Pflanzen auf dem Dürkheimer Acker vor dem Match zugerufen: "Bleibt locker, wir schaffen das schon!" Es darf dabei nicht vergessen werden, wieviel Leistung und Fortentwicklung und Arbeit in dieser Weinqualität steckt! Die Weine sind - daran gemessen - ungeheuer günstig! Zierfässer am Weingut Hensel im Dauerregen - auch das kommt mal vor!Hier zeigt Mitarbeiter Patrick Dachnowski wo die Tücken des Maifrostes im Jahrgang 2011 liegen: Die Zeilen, die noch von Restwärme der Bebauung profitierten zeigen Gescheine bzw. Trauben, die Reihen dahinter haben den Frost mitbekommen und sind zwar noch einmal ausgetrieben, aber die Triebe sind kleiner und es hängen nur ganz vereinzelte Trauben dran, die auch noch später reif werden und nur verschwindend geringe Menge bringen.
Weingut Schneider Gar nicht weit weg vom Weingut Hensel liegt auch das Weingut Schneider. Eigentlich ist es kaum noch nötig, Worte über den jungen Markus Schneider zu verlieren, so rasant war sein Aufstieg am Weinhimmel. Lediglich die Herren vom Gault-Millau haben ihn zunächst verschlafen, um ihn dann rasch zum "Aufsteiger des Jahres" zu erklären. Zu dem Zeitpunkt hatte man andernorts in der Republik längst gemerkt, dass es hier jemand ernst meinte mit dem Ziel, große Rotweine zu erschaffen. So finden sich seine Weine in den besten und bekanntesten Gastronomiebetrieben von Hamburg bis München, von Sylt bis zur Lufthansa. Und eben auch in Ostwestfalen / Lippe, womit jetzt endlich die Region den Anschluss an die genießerische Öffentlichkeit gefunden hat. Seine Roten Spitzengewächse "Steinsatz" und "Einzelstück" sind echte Granaten, oder wie Schneider es formulierte, "Donnerschläge". Aber auch schon die Mittelebene repräsentiert mit dem Blackprint einen vollwertigen internationalen Rotweintyp, wie man ihn aus Deutschland noch vor zwanzig Jahren niemals erwartet hätte und das zu einem immer noch fairen Preis. Man sollte über die Rotweinhype Schneiders Weiße nicht vergessen, die den Terroirgedanken aufnehmen und Kunstwerke der Interpretation der vermeintlich gleichförmigen Lagen rund um Ellerstadt sind. Nun haben wir doch viele Worte verloren - egal. Trinken Sie die Weine einfach, sie sprechen für sich. Aber beeilen Sie sich: Sie sind wahrscheinlich schon bald wieder ausverkauft! Die Lagenrieslinge mal als "Weg des Glücks" im Ellerstadter Garten.
Weingut Kirchner Im - ungelogen - wunderschönen Freinsheim ansässig ist das Weingut Kirchner, das m.E. kurz vor dem Durchbruch steht. Hier wird sorgfältig und gut gearbeitet, Vater und Sohn teilen sich die Arbeiten in Weinberg und Keller und haben beide vom Weinmachen eine Menge Ahnung. Am besten drückt das unserer Ansicht nach der Merlot des Gutes aus, der eine ideale Synthese aus angenehm zu trinkender Pfälzer Süffigkeit und anspruchvoller Finesse verkörpert. Hier arbeitet man aber auch schon an großen Weinen, die weit über dem Pfälzer Standard liegen, gemeinsam mit anderen Jungwinzern in der Vereinigung PfalzRotWeiß, die demnächst unter einem neuen Namen firmieren wird. Übrigens:Das Weingut Kirchner ist eins der wenigen, das vom Jahrgang 2005 zum schwierigen Jahrgang 2006 eine Steigerung hinbekommen hat! Die 06er sind saft- und kraftvoll und zeigen dabei erstaunliche Eleganz! Testen Sie Merlot und Riesling Spätlese trocken!
Weingut Castel Peter "Bio"
Neben Markus Schneider und Thomas Hensel begann sich vor einiger Zeit noch ein weiterer junger Wilder einen Namen zu machen: Carsten Peter. Bei der genialen Cuvée "Tu les Merites" (von Hensel, Schneider und Peter) war er noch mit im Boot, dann verließ er das elterliche Weingut und zog in die weite Welt hinaus. Vater Wilfried Peter musste das Weingut zunächst (mit seiner Frau) allein weiterführen, bis er jetzt wieder junge Leute mit ins Boot holen konnte: Mit Barbara Hoffmann gewann er nicht nur eine kompetente Winzerin und Kellermeisterin, sondern zusammen mit dem gelernten Volkswirt Albrecht Merck auch zugleich eine neues, schlagkräftiges Inhaberpaar. Beide sind ausgebildete Weinbauingenieure von der renommierten FH Geisenheim. Frau Hoffmann kann überdies auf eine mehrjährige Berufserfahrung in Österreich, Italien, Frankreich und Deutschland (dort zuletzt Reichsrat von Buhl) zurückblicken. Das Team von Castel Peter: Barbara Hoffmann, Wilfried Peter und Albrecht Merck.
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Die Rotweine des Guts sind von excellenter Qualität, diese und vor allem die Weißweine profitieren von den Dürkheimer Spitzenlagen Hochbenn, Fuchsmantel, Steinberg und Spielberg (Terrassen). Hier sind von Jahr zu Jahr hervorragende Qualitäten zu erwarten, die die Handschrift der neuen Kellermeisterin tragen! Eine Bereicherung unseres Pfalz-Schwerpunktes um ein weiteres, modern geführtes Gut mit weit überdurschnittlichen Qualitäten! Seit 2008 ist das Gut Mitglied bei Ecovin (Bundesverband ökologischer Weinbau) als Betrieb in Umstellung.
Die Terrassen des Spielbergs im herbstlicher Sonne.
Weingut Faubel Um das Städtchen Maikammer tut sich eine Innovationshochburg in der Pfalz auf. Hier sind ein paar besonders engagierte Betriebe anzutreffen, die sich mit weit überdurchschnittlichen Qualitäten einen Namen machen. Nach längerem Suchen sind wir hier nun sicher, mit dem Weingut Faubel einen Partner gefunden zu haben, der bald in der Führungsriege der Pfälzer Betriebe stehen wird. Das trifft ganz besonders für die Burgunderweine des Betriebes zu. Weiß- und Grauburgunder von Faubel sind im Moment das Non Plus Ultra, wenn es um das Zusammenspiel von filigraner Stilistik, feinen köstlichen Aromen und leckerer Trinkbarkeit geht. Man müsste sogar insgesamt in Deutschland lange suchen, um ähnlich gekonnte Burgunderqualitäten zu finden. Viele wesentlich teurere und hoch bewertete Güter (z.B. Klumpp in Baden) können hier u.E. nicht mithalten. Hier macht schon der Kabinett richtig Spaß und man versteht sich auch auf Rotwein! Dieses Weingut wird noch sehr bekannt werden und in Bielefeld ist es das schon, denn die leckeren Weine werden auch bei "Glück und Seligkeit" ausgeschenkt - leider aber nicht von uns geliefert... | | Angenehme Stimmungen bieten der Verkaufs- und Proberaum sowie das äußere Ambiente des Weinguts von Gerd Faubel, hier links.
Franken: Weingut Bauerschmitt In einem der Weinwelt eher unbekannteren Bereich des Frankenlandes, nämlich in Zeil am Main, befindet sich das Weingut Bauerschmitt. Vater Bauerschmitt hatte einen Lebenstraum: Er sparte in den Jahren seiner Arbeit im Kraftwerk für ein eigenes Weingut, um sich und seiner Familie eine neue, schönere Existenzgrundlage zu geben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Sein Weingut ist in der Verbandszeitschrift "Rebe und Wein" als besonders gelungen hervorgehoben worden! Sohn Martin bringt das Wissen als Diplomand in Geisenheim in den elterlichen Betrieb ein. Die Weine zeugen von Leidenschaft und Können: Saftige Silvaner mit Finesse und Struktur, die auf dem Keuper des Ziegelangerer Ölschnabels echten Terroircharakter entwickeln! Überzeugend auch der Rote: Domina aus einer sehr steilen Parzelle mit Finesse und Feuer! Blick auf den Ziegelangerer Ölschnabel Weingut Rippstein Matthias Rippstein aus Sand am Main ist der Sprung in den Gault-Millau gelungen. Mit dem Jahrgang 07 sind wir davon überzeugt, dass er schon im zweiten Jahr dort weiter aufsteigen wird! Nicht nur, dass 9 von 11 zur Gebietsprüfung angestellte Weine Gold bekommen haben - sie haben es auch wirklich verdient! Glasklare, aber auch tiefgründige Weine mit viel Aussdruck, brillianter Frucht! Hier wurde für jede Rebsorte und für jede Füllung genau die richtige Entscheidung getroffen, und zwar vom Weinberg bis zum Keller. Basis des Erfolgs sind zweierlei: Zum einen die guten, überwiegend steilen Lagen Kronberg (Buntsandstein-Verwitterungsboden mit toniger Lehmauflage, durchsetzt vom "nassen" Schiefer), sowie Himmelsbühl (skelettreicher Keuper) mit einer alten Rebbestückung (kein Silvaner-Stock ist jünger als 35-Jahre!). Dann - zum anderen - der Mensch Matthias Rippstein, der einfach vom Ziel her denkt: Als gelernter Sommelier mit internationaler Erfahrung weiß er, was er für einen Weingeschmack bzw. -typ erreichen möchte. Er kennt die Arbeit der besten Winzerkollegen, nicht nur aus Deutschland. Als leidenschaftlicher Winzer weiß er aber auch, durch welche Schritte und Entscheidungen er dieses Ziel erreichen kann. Und es nötigt einem Respekt ab, wenn man sieht, wie er diesen Weg gegangen ist. Zwei schmerzliche Verluste in der Familie zwangen ihn, seine berufliche Laufbahn zu ändern, um den elterlichen landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb zu bewahren. Das ist ihm gelungen und nun macht er sich daran, das Erreichte zu vollenden. So verzichtet er bereits heute weitgehend auf ergänzende Düngung, da das Tonschiefermineral seiner Lagen ohnehin in kälteren Wintern durch Frostaufbrüche erodiert und eine natürliche mineralische Düngung abliefert, die lediglich durch gelegentliche Gaben von natürlichem Algenkalk ergänzt wird, um die Bodenstruktur zu verbessern. Dies und die Humusbildung geschieht ansonsten durch die Begrünung und gelegentlichen Umbruch der begrünten der Rebzeilen, wenn der Bewuchs zusammengefallen ist und die Verwertung der anfallenden Pflanzenteile. Auf synthetische Spritzmittel wird schon jetzt fast verzichtet und das nächste Ziel, welches sich Matthias Rippstein vorgenommen hat, ist die Umstellung auf biodynamische Wirtschaftsweise. Eigentlich ist er da schon fast angekommen. Den gesunden Reben und Böden sieht man es heute schon an. Aufgrund gestaffelter Lese und anderen Maßnahmen wird hier wirlklich nur gesundes Lesegut verarbeitet und das schmeckt man bei jedem Wein! Die Weine sind extrem klar und reinfruchtig, dabei mit einer herrlichen Spannung aus fruchtiger Trinkigkeit und subtilen und mineralischen Noten. Aufgrund der geringen Größe der Rebfläche und der hervorragenden Qualität gibt es nur ein Problem - die Weine sind sehr knapp und immer schnell vergriffen!
| | Matthias Rippstein ist ein Weinerzeuger voller Dynamik und Engagement und mit klaren Vorstellungen : Der Fortschritt darf der Tradition nicht im Wege stehen und umgekehrt!
| Blick aus dem schmucken Verkostungsraum in den Garten
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Baden:
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