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Weingut "4er Gindl", Michael Gindl
Dieser junge Mann verdient größten Respekt: Unter den nicht gerade einfachen Bedingungen des Weinviertels mit seiner doch eher gering entwickelten Infrastruktur betreibt Gindl Weinbau der kompromisslosesten Sorte: Biologisch-dynamisch. Seine Weingärten zeigten im feuchten Sommer 2011 eine Dauerbegrünung bis zu einer Höhe von 1 Meter, um die richtige Bodengare zu erzielen, die im Bioweinbau häufig ein Problem ist: Bioweinbau erfordert mehr Spritzungen und das zieht die gefährlichen Bodenverdichtungen nach sich. Diesen kommt Gindl bei, indem er nicht etwa den Boden mit tiefen Pflügen wieder umbricht, sondern eine natürliche, tiefe Wurzelbildung durch Einsaat spezieller Begrünungen als Helfer zur Lockerung der schweren Böden nutzt. Wird diese dann gemulcht, wandern die Nähstoffe direkt in den Boden zurück. Gindl stellt seinen Betrieb auf einen biologischen Kreislauf um: u.a. sollen ein paar Hochlandrinder angeschafft werden, um selbst organischen Dünger von den eigenen Flächen erzeugen zu können. Damit nicht genug: Die Vergärung der Weine bleibt den natürlichen Hefen überlassen, was jede Menge Sorgfalt und Know-How verlangt. Im optimalen Fall schmecken diese unverkennbar, puristisch und absolut bodenauthentisch, begleitet von langer Haltbarkeit!
Beraten wird Gindl von dem deutschen Top-Qualitätsfanatiker Frank John vom Hirschhorner Hof, der selbst auf jegliche Eingriffe und Schönungsmaßnahmen beim Wein verzichtet und bereits den Anbau im Weinberg auf diese Vinifizierung hin zuschneidet.
Die Weine sind mit Sicherheit nicht Mainstream, aber dafür um so interessanter, charaktervoll und z.T. richtig süffig, wenn jemand gern richtig durchgegorene Weine trinkt! Unbedingt probieren!
Die endgültige Zertifizierung des Betriebs erfolgt im nächsten Jahr!
  
Michael Gindl und seine begrünten Veltlinerlagen!
 

Domäne Wachau
Die Genossenschaft Wachauer Winzer, Domäne Wachau genannt, verfügt über erstklassige Wachauer Steillagen zwischen Weißenkirchen und Dürnstein. Die Veltliner geraten schon in den Basisqualitäten bemerkenswert, insbesondere in mittleren Jahren, wo die terrassierten Steillagen ihre kleinklimatischen Stärken ausspielen können. Die Vinifikation der Weine geschieht auf Spitzenniveau.

Weingut Paul Koppitsch
Aus dem Burgenland stammen die Weine von Paul Koppitsch. Am nordöstlichen Ufer des Neusiedler Sees zwischen Parndorfer Platte und den Ausläufern des Leithagebirges gedeihen die Reben auf einer Vielzahl unterschiedlicher Böden. Die Standorte - von leichten sandigen Schotterböden bis hin zu schweren Lehmböden - erlauben es, die umfangreiche Sortenvielfalt jeweils bodenoptimiert anzubauen. Der Anbau erfolgt biologisch-organisch, was sich im pannonischen Klima anbietet, auf die Zertifizierung müssen wir allerdings noch warten. Ganz besonders gelingt hier der Zweigelt in allen Qualitätsstufen und Ausbauarten!

Im gleichen Weingut entsteht die Linie "Kast, Koppitsch", für die die Jugend verantwortlich zeichnet, die ihre profunde Ausbildung sowie längere Auslandsaufenthalte in Südafrika als bereichernde Erfahrung beisteuert.


Eva Kast bei der Rotweinlese

Die Weine von Koppitsch - besonders die Roten - sind im besten Sinne klassisch: Hier wird auf die Flasche gebracht, was unter den guten biologisch-organischen Anbaubedingungen wächst. Im einfachen Teil des Segments zeigen St. Laurent, Zweigelt und Blaufränkisch bereits Finesse im Bukett und Mineralität am Gaumen bei mittlerer Struktur. Die präsente Säure prädestiniert schon diese Wein zur Lagerung, besonders aber zur Begleitung würzig-deftiger Gericht. Im Lagensegment zeigen die Roten bereits weichen und z.T. vollen Charakter, ohne dabei auf Mineralität und Pikanz zu verzichten. Die Spitzenweine haben echte Größe und sind ihr Geld absolut wert!
Die junge Linie "Kast, Koppitsch" bringt ebenfalls recht naturbelassene Weine, aber eine Spur süffiger vinifiziert und trendiger verpackt.
 
Die Lagen an den schöttrigen Hängen in unmittelbarer Nähe zum Nordostufer des Neusiedler Sees.
  
Vater Paul, Tochter Eva und Enkelin Hermine    Rebe im Glück!
in der Probierstube. 

Weingut Zuschmann-Schöfmann
In Martinsdorf ist es sehr beschaulich, um nicht zu sagen: langweilig. Man könnte sich den Weg dorthin getrost sparen, gäbe es dort nicht den Heurigen und das Weingut von Else Zuschmann und Peter Schöfmann. Quasi aus dem nichts taucht man bei den beiden in die modernste Welt perfekt erzeugter Weine und großartiger Ferienwohnungen. In dem gemütlichen Heurigenlokal servieren die sehr freundlichen und hilfsbereiten Gastgeber köstliche regionale Spezialitäten von - wiederum regionalen - erstklassigen Erzeugern. Ob man die erstklassige Platte mit verschiedensten Bio-Spezialitäten vom Wildschwein (genialer lufttrockene Schinken und Mettwurst) sowie frischen und gereiften Käsespezialitäten bestellt oder zünftiges Backhendl - alles schmeckt authentisch und gut! Dazu serviert man großartige selbstgekochte Konfitüren und Chutneys, die perfekt mit den Käsesorten harmonieren. Dass auch frischer Meerrettich (Kren) hier nicht fehlt, ist obligatorisch und zum knusprigen Schweinebauch auch sehr empfehlenswert. Der Heurige hatte schon die Auszeichnung "Bester Heuriger des Weinviertels" erhalten - das sagt alles!
Klingt alles so,  als ob man hier auch ohne Wein schon sehr gut klarkommt.
Es gibt aber obendrauf noch ein Portfolio ein tollen Weinen: Man versteht sich sehr gut auf Pinot, Zweigelt, jegliche Qualitätsstufe des Veltliners, Riesling und diverse Spezialitäten. Der Riesling aus der Lage "Ralessen" brachte es im Jg.  2009 gleich zum Landessieger, und für die Gesamtleistungen erhielt man vom Gault-Millau die 3-Trauben-Bewertung und vom Vinaria Weinguide 2011 die 2 Trauben!
  Peter Schöfmann zeigt seine gesunden Stöcke in begrünter Lage, deren Bewirtschaftung sich auch an biologishen Grundsätzen orientiert, auch wenn man sich noch nicht einem Verband angeschlossen hat und zertifizieren ließ.
 

Weingut Rainer Schuckert
Rainer Schuckert betreibt im nördlichen Weinviertel in Poysdorf ein recht großes Weingut, das über die technischen Möglichkeiten verfügt, auch in schwierigen Jahren zuverlässig und gleichbleibend gute Qualitäten zu erzeugen. In Sachen Veltliner ist es eine Bank für praktisch alle Qualitäten vom leichten Sommerwein bis hin zur edlen Novemberlese. Erstaunlich geraten hier aber besonders auch die Rotweine, die meist über eine offene, leicht zugängliche Art und ein angenehm weiches Mundgefühl verfügen. Man würde sie blind vielleicht eher südlicheren Anbauzonen zuordnen! Wir zeigen einen Ausschnitt aus dem Portfolio Schuckerts mit dem typisch österreichischen Blauburger Rotwein, einem DAC-Veltliner und einem grandiosen Veltliner-Eiswein!


Italienische Erzeuger

Tenuta Ulisse, Abbruzzen
In dem kleinen Abruzzenörtchen Crecchio geschieht eine kleine Revolution in der italienischen Weinerzeugung: Man versucht dort mit Erfolg, weine von intensiver Frucht zu erzeugen, aber nicht aus der Trickkiste (wie künstliche Mostkonzentration, Zusatz von Aromastoffen usw.), sondern durch ein intelligentes und natürliches Verarbeitungsmanagement. Die Trauben werden unmittelbar nach der Lese mithilfe von Trockeneis heruntergekühlt, um nicht in der Abendhitze ihre Aromen zu verdunsten. Die Verarbeitung geschieht mit modernstem Eqipment und der Kontakt von Most und Maische mit Luftsauerstoff wird tunlichst vermieden. Das geschieht aber nicht einfach durch Luftabschluß oder Stickstoffbegasung, sondern man leitet das teure Edelgas Argon durch sämtliche Pumpleitungen und Behälter. Das Ergebnis ist  simpel, aber von großer Wirkung: Argon wirkt extrem antibakteriell - Fäulniston, Essigstich und Brettanomyces sind Vergangenheit. Hier wirkt wirklich nur die (gewünschte) Hefe mit bei der Gärung. Damit die nicht selbst unter Sauerstoffentzug leidet, braucht es eine gute Hefeernährung im Wein. Diese bekommt man wiederum hin, weil Pflanzen und Böden sehr naturnah gepflegt werden: Man liegt mit Spritzungen und anderen Eingriffen sogar unterhalb der Schwellen, die die  Verbände für die Erzeugung von Biowein vorschreiben.
Das Ergebnis: Weine mit intensiver Frucht, guter Struktur und viel Trinkspaß auf hohem Niveau! Ein Top-Act Italiens!

Anlieferung und Prüfung der  reifen Pecorino-Trauben des Jahrgangs 2008  bei der Tenuta Ulisse.
 

  
Hier verschwinden die Trauben gerade zum Einmaischen im stickstoffgekühlten Enocrio-Kühltunnel und werden durch den flüssigen Stickstoff innerhalb von 3 Minuten von 15 Grad Celsius auf -5 Grad heruntergekühlt. Dadurch wird einerseits verhindert, dass die Fruchtaromen sich in der noch heißen italienischen Luft verflüchtigen, und andererseits werden durch das Gefrieren die Zellwände aufgebrochen und man erzielt eine schnelle Extraktion von Geschmacksstoffen. Der Rest der Vergärung geschieht ohne Sauerstoffkontakt unter Beflutung mit dem Edelgas Argon, sodass keinerlei oxidative oder bakterielle Weinschädigung eintreten kann.

Fattoria Uccelliera
In den Hügeln südlich von Pisa, den Colline Pisane, weitab von der berühmten Chianti Classico Region, residiert das Weingut Fattoria Uccelliera unter der Leitung von Tiziana Sani-Bulleri in einem komplett von der Außenwelt abgeschnittenen "Urwald", einem Parco Fauno-Forestale-Ambientale. Dort stehen auf exponierten Hängen an den vielen kleinen Hügeln in diesem Park viele Reben im Ertrag. Dabei setzt man auf Altes und Neues zugleich. Dominierende Rebsorten sind die "Ur-Toskaner" Sangiovese und Canaiolo. Aber auch Syrah und Cabernet Sauvignon sowie bei den Weißen Pinot bianco, Semillon und Sauvignon wurden angepflanzt. Man arbeitet hier mit Dichtpflanzungen, weil die Reben sich gegenseitig mehr Konkurrenz machen, tiefer wurzeln und dadurch mehr Extrakt und Mineralität bringen. Zugleich kann den Ertrag des einzelnen Rebstocks reduzieren und die entlasteten Reben bleiben gesünder. Deshalb wird hier auch naturnah humusbildend gedüngt und unter weitgehendem Verzicht von synthetischen Schutzmitteln gearbeitet.  Die Weine weisen nicht die ganz große Finesse der besten Classico-Weine auf, aber können bei viel günstigeren Preisen gut mit den mittleren Chiantis mithalten. Das  rote Flagschiff, der "Castellaccio" hat sogar bei diversen Verkostungen viele bekannte "Super-Tuscans" hinter sich gelassen und ist auch in internationalen Bewertungen (Decanter/ Wine Spectator etc.) Top!

 

Blühende Frühlingslandschaft nahe Uccelliera

Manincor
Der Name ist Programm: Frei übersetzt "Das Herz in die Hand (nehmen)". Das hat man hier getan! Um keine Wunden in die Landschaft zu reissen wurde der Kellerneubau  einfach unterirdisch verwirklicht. Um den Wein im Keller nicht durch Pumpvorgänge und andere technische Eingriffe zu stressen, wurde der Keller in mehreren, offenen Etagen angelegt, sodass Most und Maische durch allein durch die Schwerkraft bewegt werden. Hier werden also keine Aromenmoleküle zerrissen und auch keine Kerne unnötig zerquetscht. Im Weinberg setzt sich dieses Streben nach Natürlichkeit und Einklang mit der Natur fort: Biodynamische Wirtschaftsweise, d.h. Verzicht auf  Kunstdünger, humusbildende Bodenpflege, keine chemisch-synthetischen Spritzmittel und vieles mehr. Für diese Weine gilt: "Vergärung, Ausbau und Verarbeitung geschehen mit einem Minmum an Eingriffen." Man schmeckt es Ihnen an! Sie dürfen hier keine gestylten Weine erwarten, die vordergründige Aha-Effekte erheischen, wohl aber Weine, die mit ihrer zurückhaltenden Eleganz gefallen, die befriedigen, ohne satt zu machen, die reintönig und sauber duften, die modern und traditionsbewahrend zugleich sind. Trotz des italienischen Ursprungs der Trauben, meint man, es hier mit französischem Wein zu tun zu haben. Die Stilistik ist eindeutig an französischen Vorbildern orientiert.
 
Tenuta Manincor, rechts die Einfahrt zum unterirdischen Kellereigebäude


Weingut Peter Sölva und  Söhne
Die Familie Sölva blickt auf mehrere Jahrhunderte Weintradition zurück und hat mit diesem Schatz an Erfahrung einen Vorsprung in Hinblick auf die Moderne. Ein besonderer Schatz sind darüber hinaus z.T. sehr alte Weinbergspflanzungen, z.B. von der autochthonen Südtiroler Sorte Lagrein, die in den famosen "Amistar" mit eingegangen ist. Diese Vorteile hat man mutig verbunden mit innovativen Ansätzen, z.B. der Pflanzung von - für Südtirol seinerzeit - neuen Rebsorten wie Merlot, Petit Verdot oder Sauvignon blanc und mit neuen Reberziehungformen. So hat man erfolgreiche Versuche angestellt mit Drahtrahmen (Guyot-)erziehung anstelle der verbreiteten Pergolaerziehung. Der "Amistar" ist der Lohn für diese Anstrengungen: Ein Rotwein der einfach wunderbar schmeckt und viel, viel Spaß macht, weil er sinnlich und animierend den ganzen Menschen packt und weil er Frau und Mann schmeckt!
 Die Weinbergslage Leifers vor dramatischer Kulisse, hier bestockt mit Cabernet Franc 

Petra
In der toskanischen Maremma, der Boomzone des Gebietes, hat eine Investorengruppe ein  innovatives und ehrgeiziges Projekt umgesetzt: Ein technisch hochstehendes, modernes Weingut ist entstanden, in dem die Natur Lehrmeisterin war und ist. Die architektonische Umsetzung hat man Mario Botta anvertraut, der schon solch illustre Werke wie das San Francisco Museum of Modern Art, die Synagoge von Tel Aviv und auch die Restauration der durch ein Feuer zerstörten Mailänder Skala zu seinen Taten zählen darf. Entstanden ist ein geniales Gebäude, das aus der Luft betrachtet an den Querschnitt durch eine Knospe an einer Weinrebe erinnert. Natürlich ist das Gebäude nicht nur schön, sondern durchdacht hochfunktional. Die studierten Oenolgen Francesca Moretti und Ettore Maggi und ihr Team garantieren KnowHow und Kompetenz. So sind die Weine von Petra auf Anhieb zu den gekonntesten Italiens zu zählen, zumindest was die technische Perfektion betrifft. Man vertritt hier den Stil der neuen Welt, den das Klima der Maremma allemal hergibt: Die Weine sind weich, voll, aromatisch, fruchtbetont und immer überzeugend. Den klassischen Chianti sucht man hier aber vergebens - der Sangiovese spielt in diesem Klima und daher auch in den Rebanlagen von Petra eine untergeordnete Rolle, da er hier eher weich und rund ausfällt und seine interessantesten Eigenschaften somit verbirgt. In dieser klimatisch bedingten Stilrichtung sind ihm die Cepages Nobles Cabernet, Merlot, Syrah und Petit Verdot überlegen, und so setzt man hier konsequenterweise auch stark auf diese Sorten. Einziger Punkt, an dem Kritik geübt werden könnte: Braucht Italien Weine, die wie Kalifornier oder Australier schmecken? Antwort: Ja, denn erstens bleiben die Petra-Weine doch irgendwie Toskaner! Sie haben das gewisse Quäntchen Biss im Abgang, das schon den Zingari köstlich abrundet. Und zweitens haben wir als Händler ein behaglicheres Gefühl in Hinblick auf den Klimawandel, wenn der Wein nur über die Alpen und nicht um die halbe Welt transportiert werden muss!
 Das moderne Kellereigebäude von Petra, das an die Form einer quer aufgeschnittenen Rebknospe erinnert. 

Il Poggione
Einer der bekannten und anerkannten Erzeuger von Brunello. Die Weine fallen immer klassisch aus, man experimentiert nicht unnötig, sondern konzentriert sich hier mit Erfolg auf das, was traditionell hier gelingt: Große, finessereiche Rotweine, so, wie man es von einem guten Brunello erwartet. Die Höchstnote für den einfachen Brunello des Jahrgangs 2001 im Weinführer der italienischen Sommellierunion "Duemilla Vini" spricht für sich.

Ca' di Frara
Das Vorzeigeweingut des Oltrepo Pavese produziert Jahr für Jahr überragende Qualitäten. Man bemüht sich hier besonders um die regionale Leitsorte Bonarda (auch Croatina genannt), die im Gebiet oft als süffiger Frizzante-Rotwein, trocken oder auch lieblich, ins Glas kommt. Hier wird daraus aber  durch konsequente weinbergsarbeit ein  köstlicher, eigenständiger Rotwein erzeugt, der  einerseits  unverkennbar italienisch schmeckt, andererseits aber eben doch spannend und  überraschend anders.  Alle Weine sind auf höchstem Niveau vinifiziert und wirklich schlechte Jahre findet man hier kaum, was für  gründliche Selektionsarbeit spricht!



Villa Lanata
Die Weingüter Villa Lanata und das assoziierte Gut Lo Zoccolaio zählen zu den besten des Piemont und sogar ganz Italiens. Regelmäßig erzielt die Barbera "Suculé" sehr gute Bewertungen (z.B. bei Maroni) bis hin  zur  Bezeichnung als "Zweitbester Barbera seines Jahrgangs"(2003er).  Für den Barolo gilt das gleiche, womit außer Frage steht, dass er unter den vielen Barolo-Vertretern sicher einer mit einem Top Preis-Leistungs-Verhältnis ist!
Als Spezialität haben wir uns auch für einen Chardonnay entschieden, weil  die Traube hier im Piemont nicht solch fette, alkoholschwere, sondern filigranere, nuancenreiche Weine hervorbringt. Weiß man diese Mineralität  im Chardonnay zu schätzen, dann hat man hier ein echtes Schnäppchen gemacht,  das manchem Chablis locker den Schneid abkauft.

Fatasciá
In Sizilien entstehen seit geraumer Zeit besonders interessante Projekte. Das junge Team von Fatasciá um die Oenolgin Stefania Lena schaffte in kurzer Zeit Atemberaubendes: Mit der Kailá-Linie hat man Weine mit viel Persönlichkeit und schönen Reifenoten, rot wie weiß, die eine sanfte, aber starke Persönlichkeit haben und sich besonders im Winter den Sinnen erschließen. Sämtliche Weine sind mehrfach prämiert, praktisch von allen italienischen Weinführern und z.T. mit Höchstnoten. Wen wundert's, wenn die junge Winzerin bei Riccardo Cottarella und Giachomo Tachis gelernt hat!

Villa Sandi
Villa Sandi darf man schon fast als legendär bezeichnen: Schon die historische Villa aus dem 17. Jahrhundert (aus der Schule Palladios) deutet an, dass hier das Besondere gepflegt wird. Das eigentlich erstaunliche ist aber, dass man hier verstanden hat, aus der Eignung des Gebietes für die Prosecco-Traube mehr herauszuholen. Dieser venetianische Flecken erlaubt auch die Erzeugung toller Merlots, Pinot Grigios usw. und das gelingt Villa Sandi u.a. durch die oenologische Betreuung Riccardo Cotarellas sehr gut.

Französische Erzeuger

Abbe Rous
In Banyuls, nahe der spanischen Grenze an den Ausläufern  der Pyrenäen, wachsen einige der bemerkenswertesten Weine des ganzen Mittelmeerraumes. Diese Weine fallen aus einer gewissen Unformität der mediterranen Weinwelt heraus, weil hier wesentliche Elemente zusammenkommen: Ein ganz besonderer Boden: Schiefer! Dann eine hervorragende Durchlüftung der Weinberge bei besten klimatischen Bedingungen (Nachtkühle!) und schließlich alte, tief eingewurzelte Reben, vor allem der Sorte Grenache, die hier ideale Bedingungen vorfindet und  sensationelle Qualitäten hervorbringt, die übrigens alle von Hand gelesen werden. Da die Erträge auf diesen Böden nur bei 25-40 Hektoliter/ha liegen, erzielt man ungeheuer intensive und gut strukturierte Weine, wie man sie in dieser Art sonst kaum irgendwo findet.
Das Rosée-Flagschiff von Abbe Rous: Der auf Schiefer gewachsene, dicht strukturierte "Cornet  & Cie".
 

Jean Claude Mas
Man kann wohl davon ausgehen, dass die Domaine Paul Mas vielen deutschen Weintrinkern ein Begriff ist, da einige der Weine bei Jaques jahrelang vertrieben wurden. Nun firmiert ein Sprössling der Familie als Chef und die Weine haben promt den Weg in den gehobeneren Fachhandel gefunden. Und man hat durchaus so einiges im Repertoire: Von ernsthaften Bioweinen bis hin zum trinkigen Mainstream ist alles dabei und wir finden, dass dem Weingut beides gut gelingt.

Domaine de Mourchon
Walter MacKinley erwarb vor einigen Jahren in der Nähe des schönen alten Örtchens Séguret vorhandene Rebflächen, baute ein modernes Kellergebäude, welches nach dem Schwerkraftprizip konzipiert war und holte sich einen Top-Weinmacher. Spätestens mit dem Jahrgang 2007 darf man ihn wohl zur Spitze im Gebiet zählen. Weine von klassischer Schönheit und ohne jede moderne Anbiederung bereiten dem wahren Kenner viel Freude. Sie sind trotz ihrer Kraft sehr verträglich und wirken ungemein natürlich, auch ohne das Etikett bio. Gleichwohl wird hier biologischer Weinbau betrieben, nur natürlich gedüngt und das trockene Klima lässt sehr geringe Spritzungen zu.


Chateau de Caladroy
Hoch über den Weinbergen des Roussilon gelegen trohnt das Chateau de Caladroy. Aufgrund der Höhenlage, der Trockenheit und der Windexposition kann dieser Erzeuger auf Insektizide komplett verzichten. Zugleich werden die Weine nicht überreif, sondern bewqahren sich eine gewisse Säure und durch die etwas verlängerte Vegetationsperiode auch einen größeren Extraktreichtum. Dsasmerkt man sowohl bei Weiß-, als auch bei den Rotweinen: Erstaunlich mineralisch und substanziell mit guter Frische präsentiert sich der weiße "Expression", und dicht und stoffig der  rote "Schistes". Den Reben entseht in dieser trockenen Gegend keine  Wasserkonkurrenz, den man pflügt ganzjährig den Boden um und lässt keine anderen Pflanzen hochkommen. Die Lese verläuft komplett als Handlese und es findet sogar manuelle Selektion im Keller statt. Das Ergebnis sind sehr hochwertige Spitzenweine - auch wenn - wie beim "Expression" - Landwein auf dem Etikett steht.






Abbaye des Monges



Paul de Chefdebien betreibt die beiden Güter "Abbaye des Monges" und "Saint Pierre de Serjac" in Personalunion. Der Rote "Abbaye Cuvée Augustin" bringt zu einem erstaunlich niedrigen Preis richtig viel Stoff ins Glas. Das Terroir des La Clape wird hier mineralisch und kraftvoll eingefangen. Sehr substanziell und mit reichlich Trinkspaß und Frucht! Der weiße "Esprit de Vin" kommt aus Saint Pierre und ist eher der trinkige Erfrischer, aber besonders durch die interessanten Sorten Vermentino (auch Rolle genannt) und Muscat a petit grains. Hier bekommen Sie moderne, gut gemachte Weine mit excellentem Preis-Qualitäts-Verhältnis!

Vignobles Nadau
In den "Entre Deux Meres" gelegen, wird dieses gut - so wie man es erwartet - besonders dem Weißwein gerecht. Sein Chateau Gillet blanc kommt fruchtig-animierend daher und zeigt die Finesse eines Sauvignon blanc von einem Kalkplataeu, wunderbar balanciert durch die weicheren Eigenschaften des Semillon. Auch hier eine excellente Preisrelation!

 
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